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Bündnis 90 / Grüne Obermichelbach

 Obermichelbach - Gemeinderat -
 Sitzung vom
29. Juni 2009

   

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Obermichelbach: Burgstallstraße 6 wird Dorfgemeinschaftshaus: Gemeinderat beschließt endlich den Bürgerwillen.

Obermichelbach Dorfgemeinschaftshaus29. Juni 2009
Nach zwei Jahren immer noch keine Einsicht oder Kompromissbereitschaft seitens der CSU.

Alle Pappnase lang konnte man in der Sitzung seitens der CSU-Vertreter hören, dass man den Bürgerentscheid respektiere. Nur jedes mal drauf folgte ein "Aber...."

Die Sitzung begann ungewöhnlich: Sabine Bohn, die als CSU-Nachrückerin für amtsmüde Gemeinderäte an ihrem Profil feilt, benutzte die Bürgerfragestunde als Rednerpult, weil ihre Wortmeldung in der Bürgerinformation übersehen worden sei. Sie rechnet nicht mit den angegebenen Summen, sondern mit dem Doppelten, befürwortet Bowlingbahn und Wasserspiel und behauptete, dass kein Geld vorhanden sei mit der etwas seltsamen Begründung, dass die Gemeinde sogar beim Gewerbeverein um eine Spende für das Ferienprogramm gebeten habe. Man wolle den Bürgerentscheid nicht ignorieren, aber....

Bürgermeister Jäger wollte Frau Bohn stoppen, entspannte sich dann aber und antwortete, dass all Ihre Punkte schon behandelt und diskutiert seien.

Man wird wohl aus dieser Erfahrung heraus die Modalitäten zur Bürgerfragestunde neu diskutieren müssen, um weitere politische Wahlwerbung während dieser 15 Minuten zu verhindern.

Als der Bürgermeister in seinem Plädoyer für ein Dorfgemeinschaftshaus (Konzept dazu siehe auf der Gemeindesite oder auf www.burgstall-6.de) bemängelte, dass der Seniorenbeauftragte (Ex-Bürgermeister Hum, CSU) im Vorfeld zwar mehrfach mit ihm über das Gebäude geredet habe, aber nie seine persönliche Idee vorgebracht habe, die Senioren in der Burgstallstraße 14 (wo dort, ist leider unklar) unterzubringen, platzte diesem der Kragen:

"...ich werde hier vorgeführt, nur weil ich meine Meinung gesagt habe. Und die Senioren sollen sich eine andere Bleibe suchen, aber [...] nicht dieses Haus!" Sprachs und verließ mit hochrotem Kopf den Raum. Fazit: Der Sprecher des Seniorenbeirates verbreitet seine Meinung. Frage: ist das auch die des Seniorenbeirates?

Anschließend wurden etwa eine Stunde lang die gleichen Argumentationen durch den Raum geworfen wie schon vor zwei Jahren. Stopp, eins war neu: die CSU verlangt jetzt "Kompromissbereitschaft" seitens der anderen Gemeinderäte. Nur: der Kompromiss sieht den Abriss des Wohnhauses vor, dann könne man sich weiter unterhalten. Aha.

Achja: die CSU warf den anderen Fraktionen vor, "undemokratisch" zu sein, weil man jetzt im Gemeinderat "so einfach" entscheiden wolle. Bekam aber als Retourkutsche, dass man nach

- Bürgerbegehren
- Tag der offenen Tür durch die CSU
- 2x Bürgerversammlung
- Bürgerentscheid
- Gemeinderatssitzung im Mai plus Veröffentlichung
- und jetzt erfolgter Bürgerinformation

nun entscheiden dürfe, dass ist nun mal der Job eines Gemeinderates. Und dass man es nicht so gemacht habe wie die CSU im Oktober 2006: Abrissbeschluss im Hauruck-Verfahren innerhalb einer Gemeinderatssitzung.

Wenn nicht seitens der Schwarzen irgendwann die Bitte um Abstimmung gekommen wäre, würden die Dame und die Herren wohl jetzt noch dort sitzen, mit Spinnweben an den Händen und noch mal die einzelnen Punkte von 2007 beleuchten.

Mit nicht überraschenden 8:7 Stimmen wurde das Projekt "Dorfgemeinschaftshaus" beschlossen.

Anschließend rief Bürgermeister Jäger zur konstruktiven Zusammenarbeit auf, nicht, ohne den Blick in die rechte Hälfte des Gemeinderates schweifen zu lassen.

*****************Der Beschluss im Wortlaut****************

 
Mehr:
» Flyer der Gemeinderäte von Grünen, SPD und Freien Wählern