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Obermichelbach
erwacht aus dem Dornröschenschlaf.
In den vergangenen 20 Jahren hat der Gemeinderat
mit Hilfe der Erlöse aus den Baugebieten viel
"Tafelsilber" angeschafft, es aber nicht geputzt
und gepflegt. Daraus ist ein gewaltiger
Investitionsstau entstanden, der jetzt abgebaut
werden muss - Obermichelbach steht nicht
finanziell gut da, sondern hat wenig Schulden
auf Grund maroder, ungepflegter und teils
baufälliger eigener Gebäude.
Die Gemeinde kaufte u. a.
- die Burgstallstraße 3 (Grieche, Metzger
plus Nebengebäude)
- die Burgstallstraße 5 (Wohnhaus; Amici)
- die
»Burgstallstraße
6 (Wohnhaus und Nebengebäude)
- die Burgstallstraße 14 (ca. 5000 m²
Grund, Zwetschgerli, Scheune [»Bild])
Lediglich die für über 5 Millionen Mark
errichtete Bürgerhalle ist in dieser Zeit
ein Zeichen der Moderne.
Schritt 1: Scheune wird Kinderhort
In diesem Jahr wird aus der Scheune in der
Burgstallstraße 14 ein Kinderhort - so hat es
der Obermichelbacher Gemeinderat mehrheitlich
beschlossen. Auf knapp 280 m² Nutzfläche
entstehen nach den Plänen von der Architektin,
»Frau
Bort, 2 Gruppenräume, ein Mehrzweckraum, 2
Hausaufgabenzimmer und eine Küche nebst Bastel-
und Essbereich [»zum
Plan]
Das Obergeschoss der Scheune wird im ersten
Ansatz nicht ausgebaut, aber es wird Platz für
eine Treppe sowie ein Aufzug eingeplant, falls
im Obergeschoss später mal z.B. die Kirche
einziehen möchte - denn auch sie hat Raumbedarf
- vor allem barrierefrei - angemeldet.
2010 werden im Kinderhort aber erst mal die
Kinder aus dem Kindergarten "geparkt", denn das
in den 70ger Jahren errichtete Gebäude muss
generalsaniert werden.
Schritt 2: Überplanung des gesamten Anwesens
Burgstallstraße 14
Die Planung des Gesamtareals liegt in den Händen
von Landschaftsarchitekt und Städteplaner
»Peter
Markert, der als ersten Gedankenansatz
vorschlug,
- nordöstlich Wohngrundstücke auszuweisen
- den mittleren Bereich für eine großzügige
Friedhofserweiterung zu nutzen
- das nordöstliche Eck ebenfalls für
Wohnbebauung zu verkaufen
- und die bestehenden Gebäudefreiflächen u.a.
für einen Generationentreffpunkt zu gestalten.
Diese Überlegungen sind allerdings noch sehr
grob und müssen fein ausgearbeitet werden - denn
die Gemeinde benötigt z.B. dringend eine
Aussegnungshalle und ordentliche
Unterstellplätze für Dinge wie Marktstände,
Kärwa-Umzugswagen etc.
Haushaltsberatungen stehen vor der Tür
Da beißt die Maus keinen Faden ab: die
Finanzlage von Obermichelbach wird in den
kommenden Jahren kritischer - eben weil so viel
angeschafft wurde, aber - teils
entgegen den Beschlüssen des Gemeinderates -
nichts renoviert, repariert oder gar saniert
wurde - nur Flickwerk.
Zwar kann die Gemeinde noch Bauland verkaufen
(Burgstall-14/ Kirchenweg bzw. zwischen Ortsrand
und Gewerbegebiet Süd ) und dieses Geld in die
Sanierung bestehender Gebäude stecken, aber es
darf bezweifelt werden, dass diese Erlöse
reichen werden. Da holen uns die Sünden der
Vergangenheit ein.
In den jetzt startenden Haushaltsberatungen wird
es sich zeigen, ob und wie einig sich der
Gemeinderat ist. Dass es eine Lösung geben wird,
die in die Zukunft zeigt, ist sicher. Nicht
sicher ist, dass diese Entscheidung einstimmig
fallen wird.
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