
Gelächter bei der Vergabe der Straßennamen
Satte 20 Minuten debattierten die hohen Herren
(die einzige Dame weilte im Urlaub) über den/die
Straßennamen im neuen Gewerbegebiet.
Trittinweg? Abgelehnt. Paulistraße?
Abgelehnt. Jägermeisterweg? Abgelehnt.
Versteigerung zugunsten der Jugendarbeit?
Abgelehnt. Gewerbestraße Süd? Abgelehnt.
Obelixweg, Asterixweg? Abgelehnt. Was
auch immer kam, nichts bekam eine Mehrheit. Das
einzige Schöne dabei, dass viel gelacht wurde,
quer durch alle Fraktionen, jeder über die
anderen und manchmal auch über sich selber. Man
vertagte sich....
Nachtragshaushalt
Warum? Nun, der neue Gemeinderat mit neuen
Mehrheiten kann nun endlich die Versäumnisse der
Vergangenheit anpacken: Damit die
Gehsteige nicht über X Jahre verteilt saniert
werden, wurde hier das Budget mit satten 300.000
Euro verdoppelt.
Die seit langem beschlossenen Verkehrsinseln
Niederndorfer Straße sowie
Rothenberg/Ritzmannshof werden nun zügig geplant
und realisiert: Erhöhung der Kosten von 15.000
auf 45.000,-, damit sie dieses Jahr noch
realisiert werden können.
Die Burgstallstraße 6 bekommt jetzt endlich den
ersten Schuss Geld, damit der Bürgerentscheid
von 2007 begonnen werden kann: 95.000 Euro
sollen in Abriss von Stall / Scheune und in
Gestaltungsarbeiten gesteckt werden.
Dies und viel mehr wurde beschlossen - und zwar
einstimmig, obwohl der
CSU-Ex-Bürgermeisterkandidat ein paar Tage noch
vollmundig erklärt hatte, er werde dagegen
stimmen, weil ihm die Zeit fehle, den Haushalt
innerhalb einer Woche durchzuarbeiten. Tjaja,
der Fraktionszwang...
Mercedes statt Ford.
Der Bauhof hatte weisungsgemäß eine
Leistungsbeschreibung zusammengestellt, in der
festgehalten wurde, was das neue Auto können und
leisten muss. Da von Ford keine detaillierten
Daten gekommen waren, nahm man die von Mercedes
und bat erneut um Angebote. Nur Mercedes
antwortete, und ließ sogar im Preis leicht nach
auf knapp 41.000 Euro.
Dieter Beer, CSU-Chef im Gemeinderat und vor
vier Wochen noch mit im Anbieterreigen, sah sich
außerstande, ein Angebot abzugeben, da der
Mercedes einfach anders ausgestattet sei.
Die Entscheidung, den Mercedes zu nehmen, fiel
übrigens mit 8:5 Stimmen, ein Mitglied der CSU
stimmte für den Mercedes. Wer etwas anderes
behauptet, lügt.
Pfosten gefährden den Verkehr.
Gegenüber vom Bäcker wollte die CSU Pfosten in
den Gehsteig gerammt wissen, damit ausweichende
Autos nicht auf den Bürgersteig fahren können.
Verkehrsgefährdend, konterte die Polizei: durch
die Pfosten verenge sich der enge Bürgersteig
noch mehr und Fußgänger wie radfahrende Kinder
hätten zu wenig Platz, um auszuweichen.
Damit bestünde sogar die Gefahr, dass radelnde
Kinder auf die Straße ausweichen und dort in den
PKW-Verkehr geraten, so die Nordseite des
Gemeinderates. Über Parkbuchten könne man
nachdenken. Aber Pfosten? Gegen die Stimmen der
CSU (Fraktionszwang...) abgelehnt.
Bericht des Bürgermeisters bis nach
Mitternacht?
Der letzte Bürgermeister hat ja nicht so
wirklich vor Tatendrang gesprüht, besonders in
den letzten Monaten vor Amtsniederlegung ließ
man es schleifen.
Daher fällt der "Bericht des Bürgermeisters"
derzeit am Anfang einer jeden Sitzung sehr üppig
aus, bis zu einer Stunde, weil viel nachzuholen
ist.
Jetzt stellte die CSU den schriftlichen Antrag
(früher hat man so etwas in der Sitzung oder
schnell per Telefon erledigt),
Feldwegeverbindungen ein wenig zu sanieren. Der
Bürgermeister erwiderte in der Sitzung, dass
diese Maßnahmen bereits geplant und beauftragt
seien, weil ihn ein Einwohner dazu angerufen
hatte und er das fix erledigt hatte, ums vom
Tisch zu haben.
"WIESO WISSEN WIR NICHTS DAVON, WENN EIN
BÜRGER ANTRÄGE STELLT?", so Dietrich Beer.
Er könne nicht jeden Anruf berichten, ansonsten
würde sein Bericht bis spät in die Nacht dauern,
so der Bürgermeister sinngemäß. |