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Bündnis 90 / Grüne Obermichelbach

 Obermichelbach - Bauausschuss-
 Sitzung vom 28. Juli 2008

   

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Bauausschuss-Sitzung Obermichelbach vom 28. Juli 2008

Der Mond über Obermichelbach - ausreichend?

Naturstrom und Nachtabschaltung?
Die Debatte, ob die Straßenbeleuchtung in unseren drei Ortsteilen Obermichelbach, Untermichelbach und Rothenberg die ganze Nacht brennen muss, gewinnt wieder an Fahrt. Auf Initiative des Bürgermeisters hin wird jetzt erneut geprüft, ob eine solche Abschaltung wirtschaftlich sinnvoll ist und wann sie sich amortisieren könnte - dies hängt von den Ein- und Ausschaltzeiten und der dahinter liegenden Technik ab. Eine vergleichbare Diskussion wurde schon mal vor einigen Jahren geführt und gegen unsere Stimmen abgeschmettert, da die Refinanzierung der Umstellung mehr als drei Jahre gedauert hätte und die Kriminalitätsrate im Ort ggf. explodiert wäre....
Vor dem Hintergrund der Energieproblematik und dem Klimaschutz sollten wir erneut prüfen, so der Bürgermeister. Daher wird in der nächsten Sitzung ein Vertreter unseres Stromlieferanten anwesend sein, um die Varianten durchzuspielen. Gleichzeitig soll in Seukendorf nachgefragt werden,  wie denn dort die Erfahrungen mit der Nachtabschaltung sind, denn dort wurde erst vor kurzem umgestellt.

Atomstrom-Mix oder Naturstrom?
Gleichzeitig befasste sich der Ausschuss mit der Stromart. Hier gilt es, drei grundsätzliche Varianten zu prüfen:
1. Ökostrom aus Zertifikaten: N-Ergie bietet diesen Strom, der ja auch von der Stadt Fürth bezogen wird. Hier kauft N-Ergie Strom aus Wasserkraft z.B. aus Norwegen. Nachteil: dieser wird eh hergestellt und dann vor Ort durch andere Stromarten ersetzt. Und da man mit dem Thema Ökologie in diesem Land noch nicht sehr sensibel umgeht, können die Norweger den fehlenden Strom wieder durch Atomstrom z.B. aus Frankreich ersetzen. Also eher eine Feigenblatt-Lösung
2. Wasserkraft aus der Region: N-Ergie verkauft uns ausschließlich Strom aus regionalen Wasserkraftwerken. Diese Werke bestehen allerdings schon und werden fleißig betrieben. Nutznießer ist zunächst mal N-Ergie, da sie uns diese Stromart teurer verkaufen wollen als den üblichen Strommix. Aber: Es ist ein regionales Produkt und man sichert damit die Existenz und ggf. den Ausbau dieser Energieart
3. Echter Naturstrom: »Greenpeace»Naturstrom und »EWS Schönau liefern echten Klimaschutzstrom aus Sonne, Wind, Wasser und Bio, ohne Umetikettierungs-Zertifikate oder sonstigen Schmu. Hier ist der Preis pro Kilowattstunde zu verhandeln. Denn die Gemeinde benötigt pro Jahr etwa 280.000 kWh.

Wenn man jetzt eine mögliche Nachtabschaltung gegen rechnet, könnte es sein, dass man am Ende nicht mehr bezahlen muss und Energie benutzt, die Klima und Umwelt nachhaltig schont.

Der Kreisel bleibt dunkel, nicht aber der Radweg.
N-Ergie hatte ein voll fettes Beleuchtungskonzept für den neuen Kreisel an der Kreisstraße erarbeitet - und wir müssten die Kosten für Leuchten und Betrieb löhnen. Dies war dem Bürgermeister zu überdimensioniert und er verlangte zunächst eine abgespeckte Lösung.
Die lag nun vor und der Ausschuss war sich bald einig, dass das Licht die landenden Flugzeuge dazu bringen könnte, direkt am Kreisel aufzusetzen. Daher: vorerst kein Licht. Die Kabel hat N-Ergie vorsichtshalber kostenfrei verlegt, so dass wir uns nichts vergeben.
Der Radweg zwischen Kreisel und Rewe soll allerdings Licht bekommen. Hier wird nun geprüft, ob das mit solarbetriebenen Leuchten durchführbar wäre.

Diagonale Zaunbretter sind nicht zugelassen...
Wussten Sie schon, dass diese Sichtschutzzaun-Fertigelemente mit diagonalen Zaunbrettern in Obermichelbach nicht zugelassen sind? Der Bauausschuss auch nicht, obwohl die Mehrheit der Mitglieder diese Satzung mit verfasst hat.....
Dies kam zutage, weil ein Antrag auf Befreiung von dieser Verordnung von einem aufmerksamen Grundstücksbesitzer kam.
Der Ausschuss schaute sich tiiiief in die Augen, genehmigte diese Ausnahme und nahm sich vor, die »Einfriedungsverordnung (pdf) noch mal zur Brust zu nehmen. Denn wenn man diese liest und dann aufmerksam durchs Dorf läuft, könnte man mit den angedrohten Geldbußen den Haushalt nachhaltig sanieren....

Spielplatz Pfefferloh III - noch dieses Jahr?
Nun lagen alle drei Angebote für den Spielplatz vor. Man entschied sich, nur Varianten in Holz zu berücksichtigen (kein Kunststoff) und gab dem Bürgermeister die Erlaubnis, den Spielplatz gemeinsam mit den Anwohnern fertig zu planen. Damit eine Realisierung noch dieses Jahr möglich wird, sollen die jeweiligen Fraktionssprecher formlos mit eingebunden werden, um für die endgültige Vergabe nicht auf die nächste Ausschusssitzung nach der Sommerpause warten zu müssen.

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OFFIZIELLE PROTOKOLLE DER GEMEINDE OBERMICHELBACH
Bauausschuss 28. Juli [pdf]